‘Anything but Revolution!’ Three Exhibitions Dedicated to the 100th Anniversary of 1917

 

 

The new issue of the German journal Russland-Analysen has Andrei Zavadski's essay on recollecting 1917 in Russia. 

 

Official mainstream media in Russia are paying little regard to the 100th anniversary of 1917. In this situation, exhibitions at major museums become a key means of engaging the public with the jubilee. This essay reviews three exhibitions mounted at state museums in Moscow: "Someone 1917" at the State Tretyakov Gallery, "1917. The Code of Revolution" at the State Central Museum of Contemporary History of Russia, and "Cai Guo-Qiang. October" at the Pushkin State Museum of Fine Arts. They use different strategies to discuss 1917. But whereas the Chinese artist Cai Guo-Qiang offers an example of multidimensional and comprehensive memory work, the other two exhibitions reduce the revolutionary events to a catastrophic collapse and a failure of the state provoked by a group of intellectual extremists. Instead of commemorating 1917, the latter two exhibitions use the context of the past to condemn the revolution as a phenomenon. 

 

Here is the essay's abstract in German: 

 

Alles, nur keine Revolution! Drei Ausstellungen zum hundertsten Jahrestag der Ereignisse von 1917

 

Die Schlüsselmedien in Russland schenken dem 100. Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 wenig Aufmerksamkeit.

In einer solchen Situation werden Ausstellungen in großen Museen zu einem wichtigen Instrument,

um das Interesse des Publikums für das Jubiläum zu gewinnen. Der nachfolgende Text betrachtet drei

Ausstellungen, die in der Tretjakow-Galerie, im Museum der Zeitgeschichte Russlands und im PuschkinMuseum

für darstellende Künste zu sehen sind. Alle drei Expositionen nutzen verschiedene Strategien, um

das Jahr 1917 zu diskutieren. Während der chinesische Künstler Cai Guo-Qiang im Puschkin-Museum ein

multidimensionales und umfassendes Stück Erinnerungsarbeit präsentiert, gestaltet sich die Erinnerung in

den beiden anderen Museen eher eindimensional: Sie reduzieren das revolutionäre Ereignis auf einen katastrophenartigen

Kollaps und einen Zusammenbruch des Staates, der von einer Gruppe intellektueller Extremisten

provoziert worden sei. Statt des Jahres 1917 zu gedenken, nutzen diese beiden Ausstellungen die Vergangenheit

als Kontext, um – mit Blick auf die Gegenwart – eine Revolution als solche zu verurteilen. 

 

The full text (in German) can be found here